| Beschreibung |
Procambarus alleni, ein Flusskrebs aus der Procambarus-Gruppe, gehört zu den größeren in dieser Gruppe. Wegen
der blauen Farbe einer der bekanntesten und beliebtesten Flusskrebse, der ein Blickfang in jedem Aquarium ist. In seiner Heimat Florida
kommt er in einer braunen Wildform vor. Die blaue Farbe ist herausgezüchtet und ein reiner Aquarienstamm (siehe wirbellose.de)
Es gibt jedoch auch Farbstämme, die ins Violette tendieren bzw. mischfarbige Tiere. Dabei ist mir aufgefallen, dass der violette Farbstich
offensichtlich auch stimmungsabhängig sein kann. Ich habe zwischenzeitlich mehrfach Tiere beobachtet die von einem durchgängigen Blau
zu leicht Violett und zurück gewechselt haben. (ohne Häutung!)
Blaue Floridakrebse sind sehr beliebt was dazu führt,
dass sie auch in Aquarien gehalten wird, in die sie eigentlich nicht hinein gehören. Deshalb hat der Alleni, aus meiner Sicht zu Unrecht,
einen schlechten Ruf. Wenn man dem Floridakrebs die richtigen Umgebungsbedingungen gibt ist er ein ausgesprochen dankbarer Beckenbewohner,
der viel Freude bereitet.
Flusskrebse sind ausgeprägte Charaktere. Es wird also immer interessant sein, das Verhalten von Flusskrebsen zu beobachten, besonders auch bei der Brutpflege. |
| Wissenschaftlicher Name | Procambarus alleni (manchmal auch allenii geschrieben) |
| Deutscher Name | Blauer Floridakrebs, Blauer Sumpfkrebs, Florida-Lobster, Floridahummer, Blauer Hummer (die Bezeichnungen Lobster und Hummer sind im deutschen Sprachraum irreführend und sollten nicht verwendet werden da sie auf ein Tier hinweisen, das im Salzwasser lebt.) |
| Herkunft | Florida USA; die blaue Farbvariante ist jedoch eine Zuchtform aus der Aquaristik |
| Größe |
im Aquarium 10 cm, die Männchen
bleiben meistens kleiner.
(Wahrscheinlich auch temperaturabhängig. Bei höheren Temperaturen ist der Stoffwechsel intensiver)
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| Geschlechtsunterschiede | wie bei Procambarus |
| Verhalten |
Der Procambarus alleni ist tagaktiv und somit die meiste Zeit zu sehen. Nur bei tragenden Weibchen oder
bei der Häutung kann es sein, dass man die Tiere mal längere Zeit nicht sieht.
Wie bei den meisten Arten sind die Jungtiere recht kannibalisch.
Ältere Tiere werden gewöhnlich ruhiger. Ist möglicherweise auch futterabhängig.
Der Alleni kann mit größeren Fischen vergesellschaftet werden. Es muss jedoch immer mit Ausfällen gerechnet werden. Deshalb sollten auch keine zu aggressiven Fische im Aquarium sein sonst könnte der Krebs während der Häutung den Fischen zum Opfer fallen. Manchmal werden Pflanzen ausgerissen oder gefressen. Besonders gern werden die Wurzeln von Pflanzen gefressen. Durch den Schutz der Wurzeln kann manchmal das Anfressen verhindert werden. Info zur Pflanzen Kleinere Schnecken werden gefressen. Sehr gut eignen sich Garnelen, besonders die vielen Arten von Zwerggarnelen für die Haltung zusammen mit Krebsen wobei es bei jungen Krebsen schon mal vorkommen kann, dass sie eine Garnele erwischen. Alte Krebse sind meistens zu träge um die flinken Garnelen zu jagen und lassen es deshalb meisten ganz sein. |
| Wassertemperatur | 15° bis 30° (hohe Temperaturen nicht dauerhaft) Wer möchte kann diese Tiere gut bei Zimmertemperaturen halten. |
| Wasserhärte | verträgt eine breite Spanne, sinnvoll ist eine Mindesthärte von 5° dGh für den Aufbau des Panzers. |
| Ph-Wert | 6,5 - 8,5 |
| Futter | Allesfresser, er sollte jedoch überwiegend pflanzlich ernährt werden. HandelsüblicheKrebsfutter sind dazu bestens geeignet. Herbstlaub sollte dabei sein. Proteinhaltige Futtersorten nur sparsam verwenden. Futterliste |
| Beckengröße | ab 80 cm für ein Paar, besser jedoch größer |
| Vermehrung, Zucht |
Mehrmals jährlich kann ein Alleni-Paar Nachwuchs
haben, auch von der Temperatur abhängig. Dabei kann man manchmal beobachten, dass auch das Männchen sich um seinen Nachwuchs
kümmert, indem er z.B. den Bereich um die Bruthöhle sichert oder den Eingang bewacht. Das kann besonders dann beobachtet werden,
wenn man ein einzelnes Paar hält, dass auch gut harmoniert.
Ausgewachsene Weibchen können deutlich über 100 Jungtiere
austragen. (Bild von einem tragenden Clarkii-Weibchen)
Ab ca. 6 cm geschlechtsreif. Tragezeit 3 bis 5 Wochen, je nach Temperatur. Die
Jungen brauchen viel Platz. Jungtiere sollten, im Gegensatz zu erwachsenen Tieren, proteinreich gefüttert werden. Damit kann der Kannibalismus
unter den Jungen eine Zeit lang eingedämmt werden.
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| Bemerkungen |
Sehr schöne Art, auch für Gesellschaftsbecken geeignet. Es ist jedoch
zu beachten, dass der Procambarus alleni schon wegen seiner Größe durchaus in der Lage ist auch Fische anzugreifen.
Er wird gern als Floridahummer verkauft. Diese Bezeichnung ist jedoch irreführend. Hummer gibt es nur im Salzwasser. (im deutschen Sprachraum) Wie alle Arten vom amerikanischen Kontinent ist auch der Procambarus alleni latent Träger der Krebspest und sollte deshalb nicht mit Krebsen von anderen Kontinenten gemeinsam in einem Becken gehalten werden. Niemals Krebse ins Freiland aussetzen! |
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| Tags |
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